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Regenerative Ästhetik

Polynukleotide.

Gereinigte DNA-Fragmente aus Fisch-Keimdrüsen, fein in die Haut eingebracht. Ziel ist eine Verbesserung der Hautqualität — besonders bei dünner, trockener und empfindlicher Haut sowie an der Augenpartie. Im Atelier Doreen in Berlin City West, PhilArt 2 ml ab 350 €.

Was Polynukleotide sind

Polynukleotide sind gereinigte, langkettige DNA-Fragmente, die aus den Keimdrüsen von Lachs- beziehungsweise Forellenartigen gewonnen werden. Verwendet wird bewusst ein proteinarmes Gewebe; das Rohmaterial durchläuft ein mehrstufiges Reinigungsverfahren. Eingebracht werden sie in feinen Injektionen in die obere Hautschicht.

Wie sie wirken sollen

In der Fachliteratur wird beschrieben, dass Polynukleotide über den Adenosin-A2A-Rezeptor Fibroblasten anregen und damit an der Bildung von Kollagen und Elastin sowie an entzündungshemmenden Prozessen beteiligt sind. Ziel der Behandlung ist eine Verbesserung der Hautqualität. Der Effekt baut sich über Wochen auf und ist individuell unterschiedlich.

Wie belastbar die Datenlage ist

Ehrlich gesagt: dünner, als das Marketing der Branche vermuten lässt. Ein systematischer Review von 2025 wertete neun Studien mit insgesamt 219 Behandelten aus und stufte deren Qualität als niedrig bis mittel ein; einheitliche Behandlungsprotokolle existieren bislang nicht. Schwerwiegende Komplikationen wurden in diesen Studien nicht berichtet.

Behandlungsraum des Ateliers Doreen bei CAPEGOLD in Berlin City West
Einordnung

Was das Verfahren ist — und was nicht.

Gegenüber Hyaluron-Skinbooster

Ein Hyaluron-Skinbooster wirkt in erster Linie physikalisch: Er bindet Wasser in der Haut, der Effekt ist früh sichtbar. Polynukleotide werden als biostimulierend beschrieben — die Veränderung entsteht langsamer, über Wochen. In der Vergleichsliteratur werden Polynukleotide bevorzugt bei dünner, empfindlicher und zu Schwellungen neigender Haut genannt.

Gegenüber Filler

Polynukleotide sind kein Filler. Sie bauen kein Volumen auf und formen keine Konturen. Wo Struktur fehlt, ist ein Filler das passende Mittel; wo die Haut selbst dünn und trocken ist, sind es Polynukleotide. Beides schließt sich nicht aus, ersetzt sich aber auch nicht.

Ablauf & Fakten

Alles, was Du vorher wissen solltest.

Dauer In der Regel 30 bis 45 Minuten, einschließlich Einwirkzeit der Betäubungscreme und Nachbesprechung.
Ablauf Anamnese und Hautanalyse, Betäubungscreme, dann feine intradermale Injektionen mit einer sehr dünnen Nadel (üblich sind 30 bis 33 G), meist 1 bis 2 ml pro Sitzung. Anschließend Kühlung.
Protokoll Üblich sind 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen. Die tatsächlich sinnvolle Anzahl wird nach Befund individuell festgelegt.
Ausfallzeit Direkt nach der Behandlung sind an den Einstichstellen kleine Quaddeln sichtbar, die sich meist innerhalb von Stunden bis etwa einem Tag zurückbilden. Rötung und leichte Schwellung bestehen in der Regel ein bis drei Tage, Blutergüsse können bis zu einer Woche sichtbar bleiben.
Haltbarkeit In der Literatur wird eine Wirkdauer von etwa sechs bis neun Monaten nach abgeschlossener Serie beschrieben; Auffrischungen werden nach sechs bis zwölf Monaten genannt. Belastbare Daten über zwölf Monate hinaus liegen nicht vor. Individuell unterschiedlich.
Mögliche Nebenwirkungen Häufig und vorübergehend: Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit, kleine Quaddeln, Blutergüsse, Juckreiz, Brennen für einige Stunden. Selten: allergische Reaktion, Infektion an der Einstichstelle, Knötchenbildung. Wie bei jeder Injektion im Gesicht besteht das seltene Risiko einer Gefäßkomplikation.
Nicht geeignet bei Schwangerschaft und Stillzeit, aktiver Infektion im Behandlungsareal, aktivem Schub einer Autoimmunerkrankung, Epilepsie, Alter unter 18 Jahren, bekannter Überempfindlichkeit gegen Bestandteile. Bei bekannter Fischallergie ist eine Behandlung nur nach individueller Abklärung möglich; in der Fachliteratur wird ein vorheriger Verträglichkeitstest beschrieben. Wegen des tierischen Ursprungs für vegan lebende Menschen nicht infrage kommend. Unter blutverdünnenden Medikamenten ist mit mehr Blutergüssen zu rechnen — bitte im Vorgespräch angeben und die Medikation niemals eigenmächtig pausieren.
Nachsorge 48 Stunden kein Sport, keine Sauna, kein Dampfbad. 24 Stunden kein Make-up, nicht reiben, Quaddeln nicht bearbeiten. Mindestens eine Woche direkte Sonne und Solarium meiden, täglich Lichtschutz ab LSF 30. Alkohol und Wirkstoffkosmetik wie Säuren oder Retinoide zunächst pausieren.

Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Wirkung und Ergebnis können individuell unterschiedlich ausfallen; ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden. Die genannten Zeit- und Häufigkeitsangaben stammen aus Hersteller- und Fachliteratur und sind Orientierungswerte, keine Zusagen. Vor jeder Behandlung findet ein persönliches Beratungs- und Anamnesegespräch statt, in dem Eignung, Ablauf und mögliche Risiken besprochen werden.

Preise

Transparent, ohne Sternchen.

Regenerative Ästhetik

  • Polynukleotide · PhilArt, 2 ml 350 €
  • Mesotherapie für die Augen (u. a. mit Polynukleotiden) ab 199 €

Stand: November 2024. Verbindliche Preise nach individueller Beratung. Weitere Behandlungen dieses Bereichs findest Du unter Regenerative Ästhetik.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Was sind Polynukleotide in der ästhetischen Medizin?

Polynukleotide sind gereinigte DNA-Fragmente, die aus den Keimdrüsen von Lachs- oder Forellenartigen gewonnen und in feinen Injektionen in die obere Hautschicht eingebracht werden. In Studien wird beschrieben, dass sie Fibroblasten anregen und an der Bildung von Kollagen und Elastin beteiligt sind. Ziel ist eine Verbesserung der Hautqualität.

Was ist der Unterschied zwischen Polynukleotiden und Hyaluronsäure?

Der Unterschied liegt im Wirkprinzip: Hyaluronsäure bindet Wasser in der Haut und wirkt physikalisch, mit früh sichtbarem Effekt. Polynukleotide werden als biostimulierend beschrieben — sie sollen körpereigene Regenerationsprozesse anstoßen, wobei sich die Veränderung erst über mehrere Wochen aufbaut.

Sind Polynukleotide ein Filler?

Polynukleotide sind kein Filler. Ein Filler dient der Volumengabe und Konturformung, etwa an Wangen oder Tränenrinne. Polynukleotide bauen kein Volumen auf, sondern zielen auf die Beschaffenheit der Haut. Beide Verfahren werden bei kombiniertem Alterungsbild teils gemeinsam eingesetzt, sie ersetzen einander jedoch nicht.

Wie viele Sitzungen mit Polynukleotiden sind nötig?

Für eine Behandlungsserie mit Polynukleotiden werden in Herstellerangaben und Fachliteratur üblicherweise drei bis vier Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen genannt. Die tatsächlich sinnvolle Anzahl legt Doreen Schulze nach Befund individuell fest. Einheitliche, verbindliche Protokolle existieren bislang nicht.

Wie lange halten Polynukleotide?

Zur Wirkdauer von Polynukleotiden wird in der Literatur ein Zeitraum von etwa sechs bis neun Monaten nach abgeschlossener Serie beschrieben; Auffrischungen werden nach sechs bis zwölf Monaten genannt. Belastbare Langzeitdaten über zwölf Monate hinaus fehlen. Die Dauer ist individuell unterschiedlich.

Wie lange sieht man nach Polynukleotiden etwas?

Nach einer Behandlung mit Polynukleotiden sind an den Einstichstellen kleine Quaddeln sichtbar, die sich meist innerhalb von Stunden bis etwa einem Tag zurückbilden. Rötung und leichte Schwellung bestehen in der Regel ein bis drei Tage, Blutergüsse können bis zu einer Woche bleiben.

Kann man Polynukleotide bei Fischallergie bekommen?

Polynukleotide werden aus Fisch-Keimdrüsen gewonnen, weshalb eine Fischallergie im Vorgespräch unbedingt anzugeben ist. Die Fachliteratur empfiehlt bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Fisch zurückhaltende Anwendung oder einen vorherigen Verträglichkeitstest. Eine Behandlung ist nur nach individueller Abklärung möglich.

Was darf man nach Polynukleotiden nicht machen?

Nach einer Polynukleotid-Behandlung sollten Sport und starke Hitze wie Sauna oder Dampfbad für 48 Stunden gemieden werden, Make-up für 24 Stunden. Direkte Sonne und Solarium sind mindestens eine Woche zu meiden, täglicher Lichtschutz ab LSF 30 wird empfohlen. Alkohol und Wirkstoffkosmetik zunächst pausieren.

Fachlich verantwortlich: Doreen Schulze, Heilpraktikerin & medizinische Kosmetikerin · Zuletzt aktualisiert: September 2026

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