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Konturen & Lifting

Fadenlifting.

Resorbierbare Fäden in der Unterhaut — entweder als Reiz für die Kollagenbildung oder mit Widerhaken, um Gewebe mechanisch zu repositionieren. Im Atelier Doreen in Berlin City West, Kollagenfäden ab 199 €, Zugfäden ab 399 €.

Zwei völlig verschiedene Verfahren unter einem Namen

Kollagenfäden sind glatte Monofäden ohne Widerhaken. Sie heben nichts an. Ihre Wirkung beruht auf einem kontrollierten Heilungsreiz, der Fibroblasten aktiviert; Ziel ist festere, dichtere Haut. Zugfäden tragen gerichtete Widerhaken oder Kegel, verankern sich im Gewebe und verlagern abgesunkenes Gewebe mechanisch — nur sie erzeugen einen sichtbaren Lifting-Vektor. Beide Materialien lösen sich vollständig auf.

Was ehrlicherweise dazugehört

Unabhängige Übersichtsarbeiten bewerten die Haltbarkeit des Lifting-Effekts deutlich zurückhaltender als die Herstellerangaben; eine der großen Arbeiten fand überwiegend nur eine sehr begrenzte Dauer, und die beiden positiven Studien waren herstellerfinanziert. In einer Metaanalyse sank die Zufriedenheit von 98 Prozent direkt nach der Behandlung auf 88 Prozent nach sechs Monaten. Wer das weiß, wird nicht enttäuscht.

Das Atelier Doreen bei CAPEGOLD Berlin — Blick durch die Glaswand
Einordnung

Was das Verfahren ist — und was nicht.

Gegenüber dem chirurgischen Facelift

Ein Fadenlifting hebt nur um wenige Millimeter. Es entfernt keine überschüssige Haut und verlagert keine tieferen Strukturen. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss ist ein chirurgisches Facelift das ehrlichere und wirksamere Verfahren — es hält deutlich länger, erfordert aber ein bis zwei Wochen echte Ausfallzeit. Ein Fadenlifting ersetzt keine Operation.

Gegenüber Filler

Filler ersetzen fehlendes Volumen, Zugfäden verlagern vorhandenes Gewebe. Ein Filler hebt nicht, ein Faden füllt nicht. Die Verfahren adressieren unterschiedliche Alterungszeichen und werden häufig kombiniert — dann aber zeitlich versetzt, damit frisch platzierter Filler nicht verlagert wird.

Für wen es sinnvoll ist

Geeignet ist ein Fadenlifting in der Regel bei leichter bis mittlerer Erschlaffung und noch guter Hautelastizität. Bei deutlichem Hautüberschuss kann es die Erwartung nicht erfüllen. Zu bedenken: In der Metaanalyse hatten Behandelte über 50 Jahre häufiger Dellen und Infektionen — ein Grund für Zurückhaltung, nicht für Überredung.

Ablauf & Fakten

Alles, was Du vorher wissen solltest.

Dauer Je nach Umfang etwa 30 bis 60 Minuten, zuzüglich Aufklärung, Anzeichnen und Einwirkzeit der Betäubung. Reine Kollagenfaden-Behandlungen sind in der Regel kürzer.
Ablauf Anzeichnen der Vektoren im Sitzen, gründliche Desinfektion, örtliche Betäubung. Über wenige Millimeter große Eintrittspunkte — meist im Haaransatz, an der Schläfe, vor dem Ohr oder unter dem Kinn — werden die Fäden mit Nadel oder stumpfer Kanüle eingebracht; Schnitte und Nähte sind nicht nötig. Spürbar sind Ziehen und Druck, danach ein Spannungsgefühl. Eine Kontrolle nach ein bis zwei Tagen ist sinnvoll, weil Dellen erst nach dem Abschwellen sichtbar werden.
Ausfallzeit Realistisch: Die meisten sind nach etwa drei bis sieben Tagen wieder gesellschaftsfähig. In der Literatur werden Schwellung bei rund 34 Prozent (Rückbildung meist über zwei bis vier Wochen), Blutergüsse bei rund 20 bis 26 Prozent (ein bis drei Wochen) und Druckschmerz bei etwa zehn Prozent berichtet. Die eigentliche Einschränkung sind aber die Verhaltensregeln über mehrere Wochen — siehe Nachsorge. „Keine Ausfallzeit" wäre bei Zugfäden schlicht nicht ehrlich.
Haltbarkeit Das Fadenmaterial löst sich auf: PDO in etwa sechs Monaten, PLLA und PCL über rund zwölf Monate und länger. Für Kollagenfäden werden meist sechs bis zwölf Monate genannt, für Zugfäden ein bis zwei Jahre. Unabhängige Übersichtsarbeiten relativieren diese Angaben deutlich. Der Alterungsprozess läuft weiter; individuell unterschiedlich.
Mögliche Nebenwirkungen Häufig: Schwellung, Blutergüsse, Spannungs- und Druckschmerz. Fadenlifting-typisch: sichtbare Dellen oder Einziehungen der Haut (in Studien 7 bis 10 Prozent; leichte bilden sich häufig mit dem Abschwellen zurück), tast- oder sichtbare Fäden, Asymmetrie, Fadenaustritt, Missempfindungen durch Nervenirritation, Infektion (rund 2 Prozent), Granulombildung, selten eine Beteiligung der Ohrspeicheldrüse mit einseitiger Schwellung zwischen dem zweiten und siebten Tag. Ein unzureichendes Ergebnis ist ausdrücklich möglich.
Nicht geeignet bei Schwangerschaft und Stillzeit, aktiver Infektion oder entzündlicher Hauterkrankung im Behandlungsareal, bekannter Überempfindlichkeit gegen das Fadenmaterial, laufender immunsuppressiver Therapie, Wundheilungsstörungen und ausgeprägter Keloidneigung sowie sehr dünnem Weichgewebe, in dem der Faden tast- oder sichtbar würde. Bei Autoimmunerkrankungen ist eine individuelle Abwägung nötig. Blutverdünner und entzündungshemmende Schmerzmittel erhöhen das Blutungsrisiko — bitte angeben, verordnete Medikation niemals eigenmächtig absetzen. Nach einer Filler-Behandlung im selben Areal ist ein zeitlicher Abstand einzuhalten.
Nachsorge Diese Regeln sind bei Zugfäden strikt einzuhalten. Erste 24 Stunden kühlen, kein Make-up. 48 Stunden das Gesicht nicht waschen. Eine Woche weiche Kost, kein Kaugummi, kein weites Mundöffnen, Schlafen in Rückenlage mit erhöhtem Kopf. Zwei Wochen kein Sport, keine übertriebene Mimik, keine intensive Sonne. Drei Wochen keine Sauna, kein Dampfbad — und keine Zahnbehandlung, weil langes Mundöffnen Fäden verlagern kann; planbare Zahntermine deshalb vorher legen. Vier Wochen keine Gesichtsmassage und keine weiteren ästhetischen Gesichtsbehandlungen.

Hinweis nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG): Wirkung und Ergebnis können individuell unterschiedlich ausfallen; ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden. Die genannten Zeit- und Häufigkeitsangaben stammen aus Hersteller- und Fachliteratur und sind Orientierungswerte, keine Zusagen. Vor jeder Behandlung findet ein persönliches Beratungs- und Anamnesegespräch statt, in dem Eignung, Ablauf und mögliche Risiken besprochen werden.

Preise

Transparent, ohne Sternchen.

Konturen & Lifting

  • Kollagenfäden ab 199 €
  • Zugfäden ab 399 €

Stand: November 2024. Verbindliche Preise nach individueller Beratung. Weitere Behandlungen dieses Bereichs findest Du unter Konturen & Lifting.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Wie lange hält ein Fadenlifting?

Das ist individuell unterschiedlich. Für Zugfäden werden in der Regel etwa ein bis zwei Jahre angegeben, für glatte Kollagenfäden meist sechs bis zwölf Monate. Unabhängige Übersichtsarbeiten bewerten die Haltbarkeit zurückhaltender. Das Fadenmaterial löst sich vollständig auf, der natürliche Alterungsprozess läuft weiter.

Hält ein Fadenlifting wirklich, oder ist das Marketing?

Ehrliche Antwort: Der Effekt ist real, aber begrenzt und zeitlich befristet. Ein systematischer Review fand überwiegend nur eine sehr begrenzte Haltbarkeit des Lifting-Effekts; die positiven Studien waren herstellerfinanziert. In einer Metaanalyse sank die Zufriedenheit von 98 Prozent direkt nach der Behandlung auf 88 Prozent nach sechs Monaten.

Was ist der Unterschied zwischen Kollagenfäden und Zugfäden?

Kollagenfäden sind glatte Monofäden ohne Widerhaken. Sie heben nichts an, sondern setzen einen Reiz zur Kollagenneubildung; Ziel ist festere, dichtere Haut. Zugfäden tragen Widerhaken oder Kegel, verankern sich im Gewebe und verlagern erschlafftes Gewebe mechanisch. Nur Zugfäden erzeugen einen sichtbaren Lifting-Vektor.

Fadenlifting oder Facelift — was ist für mich richtig?

Ein Fadenlifting hebt nur wenige Millimeter und entfernt keine überschüssige Haut. Es eignet sich bei leichter bis mittlerer Erschlaffung. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss ist ein chirurgisches Facelift in der Regel das passendere Verfahren; es hält deutlich länger, erfordert aber ein bis zwei Wochen Ausfallzeit.

Welche Nebenwirkungen hat ein Fadenlifting?

Häufig sind Schwellung, Blutergüsse und Druckempfindlichkeit. Studien nennen Schwellung bei etwa 34 Prozent, Blutergüsse bei rund 20 bis 26 Prozent und sichtbare Dellen bei 7 bis 10 Prozent. Seltener sind tastbare Fäden, Fadenaustritt, Missempfindungen, Infektionen oder Granulome. Ein ausführliches Aufklärungs- und Kontrollgespräch gehört dazu.

Wie lange falle ich nach einem Fadenlifting aus?

Realistisch: Die meisten Behandelten sind nach etwa drei bis sieben Tagen wieder gesellschaftsfähig. Schwellung und Spannungsgefühl können individuell zwei bis vier Wochen anhalten, Blutergüsse ein bis drei Wochen. Zusätzlich gelten Verhaltensregeln: zwei Wochen kein Sport, drei Wochen keine Sauna und keine Zahnbehandlung.

Was darf man nach einem Fadenlifting nicht machen?

In der ersten Woche weiche Kost, kein Kaugummi, Schlafen in Rückenlage mit erhöhtem Kopf. Zwei Wochen kein Sport, keine starke Mimik, keine intensive Sonne. Drei Wochen keine Sauna, keine Zahnbehandlung, keine Gesichtsmassage. Ästhetische Gesichtsbehandlungen frühestens nach vier Wochen.

Was kostet ein Fadenlifting in Berlin?

Im Atelier Doreen in Berlin City West kosten Kollagenfäden ab 199 € und Zugfäden ab 399 €. Der genaue Preis hängt von Areal und Anzahl der Fäden ab und wird im Beratungsgespräch festgelegt. Vor der Behandlung stehen immer Anamnese und Aufklärung.

Fachlich verantwortlich: Doreen Schulze, Heilpraktikerin & medizinische Kosmetikerin · Zuletzt aktualisiert: September 2026

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